Das Cherry Eye

Liebe Tierbesitzer und Tierfreunde

heute möchten wir kurz das „Cherry Eye“ vorstellen, welches ein Prolaps der Tränendrüse darstellt.  Meistens betrifft es Tiere die unter einem Jahr alt sind, man denkt es ist eine Untergewebsschwäche. Es kann aber auch gut in älteren Tieren auftreten, oder bei Hündinnen kurz vor Läufigkeit.

Wir sehen eine rosarote bis stark rote Masse aus dem medialen Augenwinkel quellen, Augenausfluss kann vorkommen (muss aber nicht), dieser kann von serös bis purulent (also mit Eiter versetzt) sein.  Diese Masse enthält die Tränendrüse, die zwischen 25-50% der Tränenflüssigkeit herstellt.  Ein grosser Kunstfehler ist es also bei einem Vorfall diese Masse abzuschneiden, denn somit wird ein lebenslang trockenes Auge entstehen!!

Einige Rassen scheinen anfálliger zu sein für den Tränendrüsenvorfall, dazu gehören:die englische-und franz.  Bulldogge, der Pekinese, der Beagle, der Boston Terrier, Basset Hound y Cocker Spaniel Americano, aber auch der Shih-Tzu und der Lhasa Apso.  Es kann auch bei der Katze vorkommen, aber nicht so häufig.

Es gibt verschiedene Operations-Techniken.  Ihr Tierarzt wird Ihnen die für Ihr Tier beste empfehlen.  Je schneller ein Tränendrüsenvorfall operiert wird und die Drüse wieder auf ihrem Platz ist, desto besser.  Eine in der Zeit sehr lange vorgefallene Drüse kann degenerieren und ihre Funktion komplett verlieren.

Bis zum Tierarztbesuch bei vorgefallener  Drüse sollte man diese befeuchten, zum Beispiel mit Tränenersatzflüssigkeit (Lagrinet, Recugel etc…), das Auge sollte so sauber wie möglich gehalten werden (bitte keinen Kamillentee zum spülen benutzen, die Infusion enthält viele kleine Partikel die das Auge noch mehr reizen können, abgesehen davon trocknet Kamille bei konstanter Benutzung Schleimhäute aus).  Das beste Augenwaschmittel ist einfaches Flaschenwasser, am besten mit niedriger Mineralisierung wie Solan de cabras, Bezoya etc…, dieses kann man leicht anwärmen und sanft das Auge auswaschen und putzen.

Wenn Sie mehr über das Cherry Eye erfahren wollen, zögern Sie nicht Ihren Tierarzt danach zu fragen.

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