Sehr geehrte Tierbesitzer und Tierfreunde,
„KCS“ KERATOCONJUNCTIVITIS SICCA (DAS TROCKENE AUGE)
Gleich wie in der Humanmedizin und wie der Ausdruck schon sagt, handelt es sich hier um ein trockenes Auge, ein Hornhaut die nicht oder ungenügend mit Tränenflüssigkeit benetzt wird. Diese Trockenheit führt zu einer konstanten Reizung der Hornhaut. Die Hornhaut erscheint: glanzlos, teilweise trüb, manchmal pigmentiert. Das Auge und die Bindehäute selber gerötet.
Anfangs ist dies besonders schmerzhaft. Jeder Lidschlag kratzt sozusagen auf der feinen Hornhaut. Dieser Schmerz ist trotzdem sehr individuell und hängt von der Sensibilität der Hornhaut ab (brachicephale Rassen, wie z.B Bulldoggen) haben eine geringere Sensibilität der Hornhaut und zeigen dadurch weniger Schmerzen.
In erster Linie fällt dem Besitzer ein stark gerötetes Auge und meist ein starker, am Ende weisslicher Tränenfluss auf (Das Auge wehrt sich und produziert mit der Zeit einen dickflüssigen Schleim (Mucus) um die Hornhaut zu schützen) , der vor allem morgens besonders zähflüssig ist. Dieser Mucus (Schleim) zieht Bakterien an die bald eine Bindehautentzündung verursachen.
Die Zellen der Hornhaut, die unter der Trockenheit besonders leiden (ihre Zellen, in mehreren Schichten angelegt, wie bei einer Zwiebel) degenerieren und sterben ab. Nun versucht die Hornhaut sich selber zu heilen und Blutgefässe bilden sich auf der sonst transparenten und feuchten Hornhaut. Unter diesen Bedingungen können des Weiteren: dunkles Hornhautpigment, Hornhautgeschwüre bis hin zu einer Hornhautperforationen entstehen.
Ein trockenes Auge benötigt lebenslange Therapie, dazu gehören Tränenersatzflüssigkeit (autologes Serum), antibiotische Augentropfen wenn notwendig und eine tägliche ausgiebige Augenpflege. Ihr Tierarzt kann ein trockenes Auge durch die Messung der Tränenflüssigkeit feststellen und mit einer Spaltlampe noch so kleinste Geschwüre so wie Gefässeinsprossungen auf der Hornhaut erkennen.
Bei weiteren Fragen zum Thema KCS oder auch anderen Augenkrankheiten, zögern Sie nicht Ihren Haustierarzt anzusprechen.
